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Von Hütte zu Hütte in den Ammergauer Alpen 2026

06.08.2026

06.08-10.08.2026 von O´gau nach Hohenschwangau

Schon oft waren die Mammuts für ihre Sommertouren weit weg von zuhause, doch dieses Jahr dachten wir uns: Bei uns is es ja a schee! So war unser Ziel schnell gefunden, die Ammergauer Alpen, die wir 5 Tage lang unsicher machten.
Also ging es dieses Mal am Donnerstag, den 6. August, in Oberammergau mit guter Stimmung los. Trotz des schwülen Wetters erklommen wir unseren ersten Gipfel, den Kofel, ohne Probleme und wurden oben, wenn auch nicht mit klarer Sicht, dafür mit einer Brotzeitpause belohnt. Unsere Route führte uns weiter zum Zahn und über den Sonnengrat. Der Regenradar war uns leider nicht wohlgesonnen, weshalb wir einen Gang zulegen mussten, um unser Tagesziel, das August-Schuster-Haus am Pürschling trocken zu erreichen, was auch von den meisten geschafft wurde. Den Abend ließen wir noch mit Spielen und ratschen ausklingen.

Den nächsten Morgen begannen einige dank dem ein oder anderen Schnarcher nicht besonders ausgeschlafen, weshalb wir alles etwas entspannter angingen. Das konnten wir uns auch erlauben, weil die heutige Etappe zu den Brunnenkopfhäusern die kürzeste der gesamten Tour war. In kürzester Zeit waren wir auf dem Teufelstättkopf und gingen vorbei am Laubeneck, wo uns sogar ab und zu mal die Sonne grüßte. Eine kleine Pause gönnten wir uns noch am Hennenkopf und nach einigen Viertelstunden waren wir an der Brunnenkopfhütte. Dort stellten wir aber nur kurz unsere Rucksäcke ab, um den Brunnenkopf zu unserer Gipfelliste hinzuzufügen, wo wir ein Rebhuhn am Weg kennenlernten. Auch dieser Abend war sehr gesellig und wir verbrachten dort eine mehr oder weniger ruhige Nacht.

Aufgeweckt durch den malerischen Sonnenaufgang konnten einige von uns den Morgen noch mehr genießen, doch mit der Zeit trudelten alle am Frühstückstisch ein, wo uns zusätzlich zum Essen auch Aufkleber und Gams-Anstecker vom Hüttenwirt Christian geschenkt wurden. Doch bald ging es wieder von der Hütte aus weiter, wo uns der Weg über nette Kraxeleien zur Großen Klammspitz, von wo wir das traumhafte wolkenfreie Panorama bestaunen konnten, führte. Entlang eines Grates marschierten wir zum Feigenkopf zum Brotzeit machen. Ein paar Mutige/Verrückte erstürmten noch in der prallen Mittagssonne den Grubenkopf, von dem es aber dann zu unserer Erleichterung nur noch bergab zur Kenzenhütte ging, in der wir für diese Nacht schliefen. Wir genossen dort ein paar kühle Getränke und 5 von uns nutzten den nahegelegenen Wasserfall, der quasi Badewannentemperatur hatte (nicht), gleich als Dusche. Die Nacht verging in absoluter Stille.
Das war auch gut so, denn die Etappe Nr. 4 war die längste und schwerste von allen. Als Erstes stand die Überschreitung der Hochplatte auf dem Plan, von wo aus wir dann zum Fensterl und Krähe weiter wanderten, wo wir Steinböcke erblickten. Am Gabelschrofensattel hatten wir wegen der eher verwirrenden Zeitangaben auf den Schildern (Liebe Grüße an die Sektion Peiting an der Stelle!) leichte Motivationsstörungen, die wir jedoch überwinden konnten und dafür am Niederstraußbergsattel mit dem Blick auf ca. 40 Gamsen belohnt wurden. Über den Ahornsattel bahnten wir uns den sehr sonnigen Weg zu unserem Ziel, dem Tegelberghaus, wo wir uns bei den supernetten Wirten ein kühles Getränk und der ein oder andere auch ein Nickerchen gönnten. Nach dem echt leckeren Abendessen verbrachten wir dort noch einen lustigen letzten Abend, der von den Sternschnuppen des Perseidenschauers gekrönt wurde. Hier kommen wir gerne wieder hin!
Am letzten Tag ging es nur noch bergab über die Marienbrücke. Dort schien es fast so, als wären wir die Attraktion, da die ungewöhnliche Kleiderwahl eines unserer Mitwanderer einige schiefe/schmunzelnde Blicke auf sich zog.
Angekommen am Gymnasium Hohenschwangau hieß es leider Abschied nehmen voneinander und nach einer kurzen finalen Feedbackrunde war uns klar: 
1. Wir wollen so eine Tour unbedingt wiedermachen!
2. Wir brauchen dringend eine Dusche! 
3. Dringend ein kühles Getränk!
4. Schlaf nachholen!