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Bergtour - Maldongrat, 2.544 m

05.08.2026

Stippvisite bei den Steinböcken an der Heiterwand

Bei angeblich instabilem Wetter machten wir uns zu viert auf zum Hahntennjoch, 1.894 m.

Die eigentlich vorgesehene lange Tour zum Imster Muttekopf, 2.774 m, erschien uns bei den bereits ab Mittag vorhergesagten Gewittern zu lang. Die kurze Alternative mit dem Maldongrat und einem Ausgangspunkt ganz in der Nähe war aber schnell gefunden. Zunächst stiegen wir vom Hahntennjoch auf einem Teil des Lechtaler Höhenwegs bis zum Steinjöchl, 2.198 m. Hier verzweigen sich die Bergpfade und bieten südseitig mehrere Gipfeloptionen. 

Wir entschieden uns, zuerst den Maldongrat anzugehen, der der westlichste Gipfel der eindrucksvollen „Heiterwand“, einer mehrere Kilometer breiten Felsbastion, ist. Bei den Querungen und im Aufstieg waren einige Kletterstellen im I. Grad zu bewältigen. Dabei trafen wir auf mehrere Jung-Steinböcke. Nach einigen kurzen Klettereinlagen erreichten wir den 2.544 m Gipfel. Am Felsgrat der Heiterwand könnte man technisch noch anspruchsvoller weiter nach Osten zur Gabelspitze (II) klettern. 

Stattdessen stiegen wir ab zum Steinjöchl und gönnten uns bei zunehmender Hitze in der steilen Südflanke noch einen Abstecher auf den nahen Falschkogel, 2.388 m, mit einer ebenso guten Aussicht in die Lechtaler und Allgäuer Alpen. Nach einer Pause kehrten wir auf dem Anstiegsweg zurück zum Steinjöchl und schließlich zum Hahntennjoch. 

Mit unserem Doppel-Erfolg an zwei bestiegenen Gipfeln haben wir das beste an diesem Tag herausgeholt, auch wenn die Gewitter erst abends kamen.

Sven