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Bergtour Geierköpfe, 2.143 m

29.07.2026

Warum in die Ferne schweifen...?

Bei stabilem, aber heißen Wetter machten wir uns zu dritt auf zur nahgelegenen Tour in den Ammergauer Alpen. Die eigentlich vorgesehene Hochsommertour auf einen kühlen Dreitausender fand nur bei zwei Teilnehmern Interesse. Dieser den meisten als Skitourenberg bekannte Gipfel hat aber auch im Sommer seinen Reiz.

Um die Anfahrt zu verkürzen, fiel unsere Wahl auf das nahgelegene Teufelstal in den Ammergauer Alpen bzw. den Anstieg zu den Geierköpfen. Dieser wilde unmarkierte Steig liegt versteckt nördlich des Plansees und führt auf den ersten 500 Höhenmetern knackig steil und teilweise sehr schmal durch die steile Westflanke und das Teufelstal. Im flacheren Gelände weiter oben hatten wir mit Latschen, die unangenehm in den anscheinend recht selten begangenen Weg wachsen, zu kämpfen, bis wir die Zwerchenberg-Hütte, 1.600 m, erreichten. Dann führte uns der Steig einsam durch einen schützengrabenartig vertieften
Hohlweg und traf auf die Abzweigung des Wegs von der Neuenalm. Ab hier wurde der Blick frei auf Grashänge und den nicht mehr fernen West-Gipfel, 2.143 m,

Nach einer Gipfelpause wandten wir uns dem Hauptgipfel zu, um den weiteren Weg zu erkunden. Dabei folgten wir dem schmalen Kamm nach Osten. Kurz vor dem Hauptgipfel hätten wir ausgesetzt brüchige Felsen umgehen und nach einer Scharte eine steile und unangenehm schottrige Flanke auf- und absteigen müssen (T5). 

Da die Ersatztour damit technisch deutlich schwerer geworden wäre als die ursprünglich ausgeschriebene T3 (Zischgeles), entschlossen wir uns auf den nur wenig höheren Hauptgipfel zu verzichten und zum Westgipfel zurückzugehen. 

Nach einer weiteren Gipfelrast und einer Abkühlpause an der Zwerchenberg-Hütte stiegen wir auf dem gleichen Weg ins Tal. Nach dem glutheißen Abstieg durch die Westflanke war das anschließende Fußbad im eiskalten Thorsäulenbach besonders wohltuend.

Sven