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Forggensee-Führung

08.05.2026

Der Forggensee wird bekanntermaßen jedes Jahr im Herbst abgelassen und im Winter auf ein Mindestmaß entleert.

Bevor der Stausee im folgenden Frühjahr nach und nach wieder aufgefüllt wird, gleicht das Gebiet einer Mondlandschaft und gibt historische Relikte frei. Am 08.05.2026 waren wir mit 13 Teilnehmern bei der Tourist-Info Schwangau zu einer geführten Wanderung zu den Überbleibseln versunkener Dörfer und der Römerstraße Via Claudia Augusta angemeldet. Nicht wegen des Wetters, sondern weil der Kraftwerksbetreiber unerwartet den Zulauf in den See und damit gleichzeitig den Wasserstand auf nahezu den Höchststand erhöht hatte, fiel die geplante Wanderung quasi ins Wasser.

Nach einem kurzen Spaziergang zu einer kleinen Bucht am Stausee konnten wir dennoch vom Heimatforscher Magnus Peresson in einer guten Stunde Interessantes von der reichen Geschichte des Forggensees und seiner einstigen Dörfer erfahren. Der Historiker verstand es, unterhaltsam und kurzweilig, garniert mit Anekdoten und wahren Begebenheiten, das Leben am Lech vor der Stauseezeit und die baubedingten Folgen darzustellen. Dies hat uns so neugierig gemacht, daß wir unbedingt zu einem früheren Frühjahrstermin die vollständige Führung mitmachen wollen. Vor der Heimfahrt ließen wir es uns noch im Brunnenstüberl am Campingplatz gut gehen.

Ronny Bauer

Fotos: Ronny Bauer, Sigrid Eggersdorfer