Ab Klais wurde es dann richtig winterlich – Schneechaos, ein LKW ist stecken geblieben, und der Verkehr war teilweise echt zäh. Nach Innsbruck wurde es dann entspannter, es hellte sich auf. Als wir in Ratschings zu unserem Zwischenstopp ankamen, war es kalt mit leichtem Wind, ein paar grauen Wolken und dazwischen blauen Himmel und Sonnenschein- aber insgesamt völlig in Ordnung. Hauptsache angekommen. Mit leichtem Schnee und einem Hauch Wind ging es für 3 Stunden auf die Pisten und Rodelstrecken. Gestärkt wurde sich beim Pizza Sepp mit leckeren Sparrips und den riesigen Pizzen. Nach dem wunderbaren Tag ging es noch schnell ein paar Kleinigkeiten in Sterzing einkaufen die unter strikter Zuweisung reibungsfrei ablief. Anschließend machten wir uns auf zur zweiten Etappe unseres Weges und kamen erschöpft, aber glücklich im Bergheim Zans an.
Am Dienstag ging es wieder früh raus und wir teilten uns auf. Die Rodler gingen über den Adolf-Munkel-Weg zur Geisler Alm. Die Schneeverhältnisse waren richtig gut, und eine Einkehr durfte natürlich nicht fehlen, inklusive megagutem Kaiserschmarrn. Das Highlight war die lange Rodelabfahrt bis nach St. Magdalena – bis zu acht Kilometer, was man am nächsten Tag definitiv gespürt hat. Ein Busfahrer hat uns dann auch noch kostenlos mitgenommen, was uns den Tag zusätzlich versüßt hat. Die Skifahrer waren im Skigebiet St. Christina unterwegs, sind viele Pistenkilometer gefahren und haben auch die Skicross-Strecke ausprobiert. Anfangs war es noch bewölkt, aber gegen Abend kam sogar noch die Sonne raus. Das Highlight war wie letztes Jahr die Hütte gegen Ende, an dem unsere Gruppe traditionsgemäß mit großen Augen stehen blieb. Abgerundet wurde der Tag noch mit einer Tasse heiser Schoki bevor es schließlich zur Hütte heim ging. Am Abend gab es noch eine kleine Theorieeinheit in LVS.
Der Mittwoch war ungewöhnlich kalt für Februar, brachte aber direkt in den Morgenstunden ein Problem mit sich: Das Wasser war eingefroren. Kein Tropfen aus dem Hahn, keine funktionierende Dusche und auch keine Toilettenspülung. Also wurde Schnee geschmolzen und weiter unten bei einem Trog Wasser in Kanistern geholt. In dem Moment merkt man erstmal, wie selbstverständlich fließendes Wasser zuhause ist. Weil die Dusche nicht ging, entschieden sich ein paar besonders Mutige am Mittwochabend kurzerhand für eine „Schnee-Dusche“ und wälzten sich draußen im Schnee – freiwillig! Respekt an dieser Stelle , absolut Männlich-Weiblich!
Vormittags machten wir unsere erste LVS-Übung hinter der Hütte im knie-hüfthohen-windverpressten Schnee. Verschiedene Geräte wurden im Hang vergraben und anschließend gesucht, sodass jeder den Umgang üben konnte. Nach Mittag, ging eine Gruppe auf Skitour zum Zendleser Kofel mit rund 750 Höhenmetern und wurde oben mit einer starken Aussicht belohnt. Die Rodler waren ebenfalls unterwegs – eine Gruppe erneut zur Geisler Alm, die vor verschlossen Türen standen.Da war die Stimmung mal kurz am Boden, es wurde aber eine gute alternative gefunden die Waldschenke auf dem Weg der Rodelbahn. Für eine andere ging es mit die Rodel zur Gampen Alm – und sie konnten die Skitourengeher sogar vom Gipfel aus sehen.
Die Abende waren wie immer ein Higlight. Nach dem Kochen wurde gespielt – Schafkopf, Wizard oder auch „Arschloch“ – und viel gelacht. Die Stimmung war durchgehend richtig gut, und die Mischung aus Erwachsenen und Jugendlichen hat super funktioniert.
Weniger angenehm, aber dafür umso einprägsamer, war das Plumpsklo, das zeitweise äußerst würzige Gerüche entwickelte und definitiv nichts für empfindliche Nasen war.
Am Donnerstag ging es dann bei Schneetreiben und Regen mit Schneeketten ins Tal. Die Heimfahrt zog sich wegen der schlechten Straßenverhältnisse, aber am Ende sind alle gut zuhause angekommen.
Insgesamt war es wieder eine richtig gelungene Winterfreizeit mit viel Action, guter Stimmung und auch ein paar kleinen Herausforderungen, die am Ende für die besten Geschichten sorgen. Wie jedes Jahr haben sich alle riesig auf die Aktion gefreut welche doch sehr bunt gestalten worden war, gleich ob Wetter oder Erlebnisse beigetragen haben. Für nächstes Jahr gilt deshalb ganz klar: Da dürfen gerne noch mehr mitkommen – es lohnt sich wie jedes Jahr. Bis dahin Berg heil-
geschrieben von Ferdinand