© DAV Peißenberg

BW, Schrecksee, Kirchdachsattel

29.05.2026

Schönstes Bergwetter für eine schöne Tour zu einem der schönsten Seen der Alpen (so wird der Schrecksee gepriesen).

Das wollten wir uns doch mal selber anschauen, ob der "Sozialmedia-Schrecksee-Wahnsinn" seine guten Gründe hat.
Von Hinterstein ließen wir uns mit dem Bergbus zum Ausgangspunkt am E-Kraftwerk Auele bringen. Hier warnten schon die ersten Schilder deutlich vor alpinen Gefahren und wiesen auf die Länge der Tour hin, um bergunerfahrene Foto-Touristen zum Überlegen zu bringen.
Zu diesem Klientel gehörten wir natürlich nicht und erreichten den Schrecksee über die verfallene Taufersalpe und die felsige Steilstufe ohne Probleme. Umrahmt vom Kirchdach, Kasten- und Lahnerkopf lag der See tatsächlich wunderschön in einem Kessel. Die kleine Insel entstand erst als der Gebirgssee 1950 um 8 Meter angestaut wurde.

Vom etwa 120Hm höher gelegenem Kirchdachsattel konnten wir ihn dann in seiner ganzen Pracht sehen. Wegen dem vielen Eis auf dem Wasser, allerdings nicht als "blue eye".
Dieses Eis hielt zwei unerschrockene Mädels tatsächlich nicht davon ab, ein paar Züge in dieser Naturschönheit zu schwimmen. Also Badesachen, statt Grödeln. Wenn das unsere Busfahrerin in der Früh gesehen hätte, sie hätte ihren Augen nicht getraut.
Die Beweisfotos bleiben privat und landen natürlich nicht auf Sozialmediakanälen.
Der Abstieg verlangte an grobgerölligen Stellen noch etwas Konzentration, wurde aber aufgelockert durch den netten Kontakt mit indischen Studenten, die wir schon seit dem Aufstieg immer wieder getroffen hatten.
Vor der Heimfahrt stärkten wir uns noch im Stüble auf der Höh mit Kaffee und superfeinem Kuchen.