© DAV Peißenberg

Gaishorn, 2.247m

28.08.2026

Wer wagt, der gewinnt. Wir haben es gewagt und der Gipfel gehörte uns allein.

Es war der zweite Anlauf, das Gaishorn zu besteigen. Letztes Jahr ließen Schlechtwetter und auch früher Schnee, die Tour ins Wasser fallen. Auch dieses Mal war nicht sicher, ob die labile Wetterlage uns den Gipfel schaffen lassen würde. Auf dem Weg vom Vilsalpsee zur Oberen Roßalpe mussten wir schon wegen plötzlich starkem Wind und bedrohlich wirkenden Wolken den ersten Wetter- und Radarcheck machen. Und beschlossen weiterzugehen.

Wie gut, denn tatsächlich konnten wir auf der Roßalpe dann in der Sonne eine kurze Pause machen. Es blieb allerdings bei kurz, weil uns eine etwas unfreundliche Almerin nicht sehr willkommen hieß.

An einem großen Feldkreuz und vielen glücklichen Kühen vorbei, gings zum Grasrücken der Feldalpe hinauf. Wieder Wetter- und Radarcheck. Und ein Blick in den felsigen, gerölligen und steilen nördlichen Hang, der nun direkt vor uns lag. Was für eine coole Truppe, ... alle Zeichen standen auf "go". Gemeinsam erreichten wir den Sattel und dann, nach paar letzten Höhenmetern am Grat, den wunderschönen Gipfel des Gaishorns. Ein selten schönes Kreuz, mit einer blauen Kugel im Zentrum, steht erhaben auf dieser Aussichtskanzel.

Und all das durften wir alleine da oben genießen. Solange, bis uns Wolken und Wind dann doch zum Abstieg bewegten. Über die Vordere Schafwanne und dann vom Jubiläumsweg abzweigend zur  Vilsalpe, ging's zügig runter. Wir schafften es aber nicht, dem Regen in der letzten knappen Stunde zu entkommen und wurden bis auf die Socken und Unterhosen nass. Das tat der guten Stimmung jedoch gar nichts, ... ganz im Gegenteil, es wurde lustiger und ausgelassener.
Beim Vereinsbus angekommen, die Sonne schien inzwischen wieder, wurde mit noch trockenen Sachen, gehandelt wie auf einem Bazar, Scheibenwischer wurden als Wäscheständer benutzt und der Kofferraum mit duftenden, nassen Schuhen und Rucksäcken gefüllt.

In wärmender Sonne warteten wir beim Haubentaucher bei Kaffee und Kuchen die Zeit ab, bis wir die Mautstraße um 17 Uhr wieder nach Tannheim rausfahren durften.
So eine coole, lustige Gruppe und so eine schöne Tour.
Danke euch!

Franziska