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Loreakopf

17.06.2026

Einsame Tour abseits der Modeberge

Südlich vom Fernpass am Schloss Fernstein starteten wir zu fünft zu einem der unbekannteren Aussichtsgipfeln der Lechtaler Alpen, dem Loreakopf. 
Bei angenehmen Wetter mit mehr Wolken als Sonne und noch rechtzeitig vor der angekündigten Schwüle stiegen wir erstmal recht steil durch einen idyllischen Bergwald. Schon vor der Loreahütte konnte man dem Steig anmerken, dass er wohl selten begangen wird. Auch die Umgebung der Loreahütte und der benachbarten Loreaalm ist einsam und wird nur von Schafen bevölkert .

Nach einer kleinen Stärkung vor der unbewirtschafteten Alpenvereinshütte querten wir zunächst blumenreiche Wiesen und noch ein paar Schneefelder. Anschließend stiegen wir steil hinauf zur Loreascharte, 2.315 m.
Ab hier wanderten wir bei kräftigem Wind auf einem aussichtreichen Weg entlang des Südostkamms. Kurz vor dem Gipfel wurde das Gelände schrofiger und ging in einen Felsgrat über. Stellenweise mussten wir die Hände am Fels zu Hilfe nehmen. Vom Gipfel bot sich ein Ausblick über die gesamten Lechtaler und Allgäuer Alpen zur Zugspitze, in die Mieminger Kette und in die Zentralalpen. 

Nach einer weiteren einigermaßen windgeschützten Brotzeit am Gipfelkreuz kehrten wir zurück zur Loreahütte und stiegen auf dem Anstiegsweg zurück ins Tal. Die schwüle Wärme am frühen Nachmittag ließ uns nun die immerhin 1500 Höhenmeter spüren. 
Ohne Schweiß kein Preis!