© DAV Peißenberg

Unterwegs mit der krassen Herde auf dem Lasörling Höhenweg – Hochalpines Naturerlebnis in Osttirol

09.07.2026

Vom 9. bis 12. Juli 2026 war eine neunköpfige Gruppe des DAV Peißenberg unter der Leitung von Matthias Reichert auf dem Lasörling Höhenweg in Osttirol unterwegs. 

Vier abwechslungsreiche Etappen, traumhafte Ausblicke und beste Bergkameradschaft machten die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

Gelungener Auftakt zur Mehrtagestour

Bereits früh am Donnerstagmorgen machte sich die Gruppe mit dem AV-Bus auf den Weg nach Virgen in Osttirol. Nach dem Transfer zur Würfelehütte begann der Aufstieg zur Zupalseehütte. Auf schmalen Waldpfaden ging es stetig bergauf, während sich zwischen den Bäumen immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf den Lasörling und die Gipfel der Venediger Gruppe eröffneten. Nach rund dreieinhalb Stunden und über 1.000 Höhenmetern war das erste Etappenziel erreicht – ein gelungener Auftakt bei angenehmem Wanderwetter.

Über den Grat zum schönsten Aussichtspunkt

Der zweite Tourentag begann mit einer spontanen Entscheidung: Gemeinsam wurde beschlossen, den klassischen Lasörling Höhenweg kurzzeitig zu verlassen und über Donnerstein und Speikboden zu wandern. Diese Variante erwies sich als echter Glücksgriff. Bei strahlendem Sonnenschein boten sich fantastische Rundblicke über die umliegende Bergwelt. Nach einer ausgedehnten Rast führte der Weg zurück auf den Höhenweg und durch blühende Almwiesen zur Lasörlinghütte.

Der Königstag der Tour

Der dritte Tag verlangte der Gruppe alles ab. Mehr als 1.000 Höhenmeter im Aufstieg, mehrere Scharten und lange Passagen durch Block- und Schuttgelände machten diese Etappe zum sportlichen Höhepunkt der Tour.
Der Weg führte über das Prägrater Törl, vorbei an beeindruckenden Felsformationen und über seilversicherte Passagen. Immer wieder öffneten sich grandiose Ausblicke auf die Gletscher und Gipfel der Venediger Gruppe. Trotz sommerlicher Temperaturen meisterten alle Teilnehmer die anspruchsvolle Etappe mit guter Kondition und großem Teamgeist.
Ein besonderer Moment blieb allen in Erinnerung: Als Tourenleiter Matthias Reichert von der Roten Lenke aus die Neue Reichenberger Hütte entdeckte und der Gruppe zurief: „Ich sehe sie, unsere Hütte!“, waren die letzten Kräfte schnell mobilisiert. Nach dem langen Tourentag sorgte ein erfrischendes Bad im Bergsee an der Hütte für die verdiente Abkühlung.

Ein würdiger Abschluss

Auch der letzte Tourentag hielt noch eine Überraschung bereit. Aufgrund einer kurzfristigen Planänderung entschied sich die Gruppe für den Abstieg über den landschaftlich besonders reizvollen Rudolf-Tham-Weg. Die Entscheidung wurde schnell belohnt: Blühende Almwiesen, tosende Wasserfälle, glasklare Gebirgsbäche und zahlreiche Murmeltiere begleiteten den Weg ins Tal.

Nach einer letzten Einkehr auf der Clarahütte führte der Abstieg weiter über die beeindruckenden Umbalfälle. Dort endete eine Tour, die landschaftlich kaum abwechslungsreicher hätte sein können.
Gemeinschaft und Bergerlebnis

Neben den sportlichen Herausforderungen waren es vor allem die gemeinsamen Erlebnisse, die diese Tour auszeichneten: das Miteinander auf den Hütten, die gegenseitige Unterstützung in anspruchsvollem Gelände und viele gemeinsame Momente mit beeindruckenden Ausblicken auf die Osttiroler Bergwelt.
Nach vier Tagen, rund 47 Kilometern Wegstrecke und insgesamt über 3.400 Höhenmetern im Aufstieg kehrte die Gruppe zwar müde, aber voller schöner Erinnerungen nach Peißenberg zurück.
Ein herzlicher Dank gilt Tourenleiter Matthias Reichert, der die Tour hervorragend vorbereitet, flexibel auf die Bedingungen reagiert und die Gruppe jederzeit sicher durch die beeindruckende Bergwelt des Lasörling Höhenwegs geführt hat.