© DAV Peißenberg

Vom Unterengadin in die Sesvenna-Alpen: SENDA CUNFIN

29.07.2026

Liebe Bergfreunde, um 6.00 Uhr ging es los: Treffpunkt am DAV-Heim.

Für mich als Niederländer war es zunächst eine Gelegenheit, Christine, Sophie, Caterina, Franziska, Sepp, Vroni und Martina kennenzulernen. Mit dem DAV-Bus fuhren wir nach Scuol in die Schweiz. Dort noch schnell Schweizer Franken geholt und weiter nach St. Jon, wo Angelika und die fröhlich mit dem Schwanz wedelnde Lumi uns erwartete.

Nach einer kurzen Einführung ging es los: hinauf zur Lischanahütte auf 2.500 Metern. 1.050 Höhenmeter für einen Flachländer – das war durchaus eine Herausforderung! Die dünne Höhenluft machte mir zu schaffen, aber dank der Unterstützung des ganzen Teams, insbesondere von Caterina und Martina, schaffte ich es bis zur Hütte. Oben erwarteten uns eine fantastische Aussicht. Dem Gewitter waren wir gerade noch davongekommen. Aber beim Abendessen holte Angelika uns plötzlich alle nach draußen. Direkt vor unseren Augen ging eine gewaltige Mure ab. Zwischen diesen riesigen Bergmassiven wird einem einmal mehr bewusst, wie klein und unbedeutend der Mensch doch ist.
Und als wäre das noch nicht genug, wurden wir zum Sonnenuntergang mit einem wahren Farbenspektakel belohnt.

Beim Abendessen sorgte Franziska dafür, dass mein Teller keinen Moment leer blieb. Überhaupt: Was haben wir doch alle gut aufeinander aufgepasst!
Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Die Spuren der Naturgewalten waren noch überall sichtbar. Über Berggrate und durch eine beeindruckende Mondlandschaft wanderten wir von einem Piz zum nächsten. Herrlich: mitten im Nirgendwo. Und endlich einmal kein Handyempfang!
Auf dem Weg stand plötzlich eine rote Bank, die eher in einen Stadtpark als auf einen Berggrat gehört. Jugendliche aus Scuol hatten sie in nur zwei Tagen hier hinaufgetragen!
Nach der Mittagspause am Piz Immez ging es weiter zum höchsten Punkt unserer Tour: dem Piz Christanas auf 3.092 Metern. Für nächste 25 Meter runter brauchte ich vor allem mentale Unterstützung. Zum Glück habe ich keine Höhenangst und mit dem neu erlernte "sicheren Schritt" gab es mir die nötige Stabilität.
Weiter ging es zur Sesvennahütte. Eine Stunde vor dem Ziel wartete ein wunderschöner Bergsee auf uns. Ein Sprung ins kalte Wasser, wie herrlich erfrischend! Danach schmeckte das wohlverdiente Getränk auf der Hüttenterrasse umso besser. 18 Kilometer und über1000Hm Aufstieg bei sommerlicher Hitze: das hatten wir uns verdient!
Am letzten Tag ging es zurück nach Scuol. Noch einmal die Füße im kühlen Flusswasser abkühlen, dann ab in den Bus. Im "Saloon" gab es noch ein Eis, bevor wir bei Starkregen und Gewitter zurück nach Peißenberg fuhren.
Vielen Dank an Angelika/ Team Lumi und alle Bergfreunde!
Was für ein großartiges Erlebnis. Das macht definitiv Lust auf mehr!
Erik den Hertog